Traubenkernextrakt – Welche Vorteile hat das Nahrungsergänzungsmittel?

Naturheilmittel, Superfoods und Präparate aus dem Bereich Nahrungsergänzung erfreuen sich steigender Beliebtheit. Die meisten Menschen haben erkannt, dass Superfoods oder Naturheilmittel über wertvolle und hochgradig wirksame Inhaltsstoffe verfügen. Vorteilhaft ist auch, dass diese nicht synthetisch gewonnen werden und keine nennenswerten Nebenwirkungen zeitigen. In der Bevölkerung ist daher auch das Interesse an Traubenkernextrakt gestiegen. Sein bedeutender Gehalt am Antioxidans OPC macht ihn zu einem natürlichen Nahrungsergänzungsmittel, das vielseitige positive Effekte für die Gesundheit zeitigt. Gerade die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten machen den Traubenkern-Extrakt so beliebt.

Die Gewinnung von Traubenkern-Extrakt

Der Extrakt aus den winzigen Kernen, die in Weintrauben enthalten sind, hat ähnliche Bedeutung wie Grapefruitkern-Extrakt. Auch dieser enthält potente Inhaltsstoffe, die wir nutzen können. Das Antioxidans OPC ist es, das die Traubenkerne so wertvoll macht.

Die zuvor getrockneten Weintraubenkerne werden zur Gewinnung des Extraktes ausgepresst. Aus jedem Traubenkern tritt dabei eine kleine Menge an Traubenkernöl aus. Der ausgepresste Traubenkern wird zu Traubenkernmehl verarbeitet. Dieses kann mit Wasser versetzt werden und danach zur OPC-Gewinnung genutzt werden. Was aber ist eigentlich OPC? Dieses Kürzel steht für „Oligomere Proanthocyanidine“. Diese sind ein natürlicher Bestandteil des Traubenkernextraktes.

Die Proanthocyanidine sind sekundäre Pflanzenstoffe. Diesen wird eine überraschend hohe antioxidative Wirkung zugeschrieben. Das OPC besteht aus mehreren Catechinen. Diese sind auch als Polyphenole bekannt. Entdeckt wurde der Wert der Traubenkern-Polyphenole schon 1948 von einem französischen Wissenschaftler namens Jacques Masquelier. Er entdeckte, dass das OPC im Tierversuch eine positive Wirkung bei Venenleiden hatte. Daraufhin wurde der Stoff genauer auf seine Wirkungen hin untersucht.

Traubenkernextrakt

Kommt OPC nur in Traubenkernen vor?

Nein. Oligomere Proanthocyanidine (OPC) sind auch in Kokosnüssen, Äpfeln, Ginkgoblättern, dem Holz der Lärchen und der Rinde von Strandkiefern enthalten. Selbst Rot- oder Weißwein enthalten kleine OPC-Mengen. Um diese gewinnbringend zu nutzen, müsste ein Mensch allerdings zwei Liter Wein täglich zu sich nehmen. Das wäre der Gesundheit, vor allem der Leber, wenig zuträglich.

Das OPC ist meist in der Rinde, den Schalen und Kernen oder anderen Pflanzen-Bestandteilen enthalten. Lange wurden die Traubenkerne zusammen mit dem Trester, der bei der Weinherstellung entstand, ungenutzt entsorgt. Heute nutzen Unternehmen diese Abfallprodukte, um den wertvollen Traubenkernextrakt zu gewinnen. Das OPC wird durch Zusatz von Wasser und reinem Alkohol extrahiert. Wichtig ist ein schonendes Herstellungsverfahren, das gänzlich ohne Chemikalien auskommt. Chemische Rückstände möchten die seriösen Hersteller nicht im Traubenkernextrakt enthalten wissen. Der so gewonnene Traubenkernextrakt OPC kann bis zu 40 Prozent OPC enthalten. Wichtig ist bei einem Traubenkernextrakt OPC also sein möglichst hoher und ausgewiesener OPC-Gehalt.

Wie kann ich die positiven Effekte des OPCs nutzen?

Traubenkernextrakt wird heute als stark wirkendes Antioxidans gegen verschiedene Erkrankungen eingesetzt. Zu diesen gehören therapeutische Wirkungen bei

  • Zellschäden
  • Bluthochdruck
  • Herzerkrankungen
  • Arterienverkalkung
  • arteriellen oder venösen Erkrankungen
  • Diabetes
  • Alzheimer
  • Allergien
  • Ödembildung in den Beinen

und – vorerst nur als Forschungsprojekt – positive Einflussnahmen auf mehrere Krebsarten. Zur Behandlung solcher Erkrankungen oder den Kampf gegen Freie Radikale werden gerne hoch dosierte Kapseln mit dem Extrakt der Traubenkerne verabreicht.

Antioxidanzien wie OPC sorgen für den Zellschutz. Sie können den Alterungsprozessen von Zellen entgegenwirken, weil sie deren Beschädigung durch aggressive Stoffe im Organismus verhindern. Der Vorteil von Traubenkernextrakt ist, dass dieser binnen weniger Minuten und ohne Verluste vom Organismus aufgenommen werden kann. Sowohl die Schleimhäute, als auch der Magen-Darm-Trakt resorbiert das OPC. So gelangt es binnen kürzester Zeit zu allen Stellen, wo es benötigt wird. Forscher konnten feststellen, dass die Blutkonzentration an OPC eine Dreiviertelstunde nach Einnahme am höchsten ist. Sie hält maximal 72 Stunden an.

Tipp um Bluthochdruck vorzubeugen: Regelmäßiges Kardiotraining z.B. mit Gymondo

Anti-Aging-Maßnahmen mit Traubenkernextrakt

Viele Einflusse aus der Umwelt belasten unseren Organismus. Unter anderem sind Elektrosmog und Umweltbelastungen durch Dieselfahrzeuge aktuelle Beispiele, die unseren Körper stressen. Daher sind Anti-Aging-Behandlungen mit OPC ein probates Mittel, um gegen mögliche Zellschäden etwas zu unternehmen. Wie jeder weiß, sind defekte oder entartete Zellen der Grundstock für bösartige Neubildungen. Wer täglich einen Job am PC ausübt und Elektrosmog ausgesetzt ist, sollte sich mit Traubenkernextrakt OPC gegen Zellschäden wappnen.

Die Löslichkeit von OPC ist ein Vorteil. Sie begünstigt eine schnelle Verteilung im Körper. Interessant sind Untersuchungsergebnisse, die dem OPC eine bis zu 50fach intensivere Schutzwirkung zuweisen, als sie für Vitamin E gilt. Hinzu kommt, dass das OPC augenscheinlich in der Lage ist, die gesundheitlichen Effekte anderer Vitamine zu verbessern. Erneut sei darauf hingewiesen, dass minderwertige Nahrungsergänzungen, bei denen das OPC durch weitere Zutaten verdünnt wird, nicht die gleichen Effekte erzielen können wie die besten OPC-Produkte.

Was hat es mit den erwähnten Krebsstudien auf sich?

Insbesondere Hautkrebs und Prostatkrebs stehen derzeit im Fokus der Forscher. Eine Studie an Mäusen aus dem Jahre 2003 ergab, dass Traubenkernextrakt gegen Hautkrebs eingesetzt werden könnte. Unter Einfluss von OPC zeigten die damit behandelten Mäuse nach UV-B Bestrahlung eine bemerkenswert geringere Neigung, an Hautkrebs zu erkranken. Das Risiko sank um 45 Prozent, die Tumorgröße um 75 Prozent und die Zahl der Tumore sank um 61 Prozent. Die Kontrollgruppe hatte keine solchen Ergebnisse vorzuweisen. Die bisherige These ist, dass OPC die die Lipid-Peroxidation reduziert. In dieser verwandeln sich Fettsäuren zu giftigen oder erbgutschädigenden Substanzen um.

Auch bei Prostatakrebs erwies sich eine Therapie mit Traubenkernextrakten bei einer Studie im selben Jahr als hoffnungsvoll. Hier wurden Mäuse mit Prostatakrebszellen infiziert und anschließend mit Traubenkernextrakt behandelt. Prompt fiel das Tumorwachstum bis zu 73 Prozent geringer aus. Das Volumen der Tumoren war maximal 47 Prozent geringer als bei der Vergleichsgruppe. Die Forscher führen diesen Effekt auf eine reduzierte Blutgefäß-Bildung zurück. Die Prostata-Tumoren wurden also weniger gut mit Blut versorgt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.