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13 Lebensmittel, mit denen du deine Verdauung auf Trab bringst

Pupsen und rülpsen …

Na ja, ziemlich peinliche Reflexe, die einem schonmal die Schamesröte ins Gesicht steigen lassen können, wenn man sie nicht kontrollieren kann und andere es bemerken. 😉

Und wir haben wirklich überlegt, ob wir zu diesem “peinlichen” Thema wirklich einen Blog-Artikel veröffentlichen sollen.

Aber wie wichtig es für das eigene Wohlbefinden ist, merken wir doch alle, nachdem wir die Gaswölkchen in die Freiheit entlassen haben und deshalb finden wir, dass es einen Beitrag wert ist. Und mal ehrlich: geht es dir nicht auch gleich viel besser, wenn du es getan hast?

O.K. Spaß beiseite.

Denn es gibt nicht wenige Menschen, die mit ihrem Verdauungstrakt mehr Probleme haben, als dass nur ein Furz quer sitzt und dann ist das ganze gar nicht mehr so lustig.

Aber wie kommt es dazu und welche Lebensmittel können hier sogar die Beschwerden lindern oder sogar dafür sorgen, dass sie ganz verschwinden und nebenbei sogar beim Abnehmen helfen.

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Zu wenig Magensäure

Man hört fast ausschließlich von älteren Menschen, dass sie Sodbrennen haben und sauer aufstoßen müssen. Fälschlicherweise wird das schmerzhafte Aufstoßen von saurem Mageninhalt oft mit zu viel Magensäure verwechselt – dem ist aber nicht so.

Das Gegenteil ist der Fall.

Sodbrennen durch zu wenig Magensäure
Sodbrennen entsteht bei 80 Prozent der Patienten durch einen Mangel an Magensäure.

 

Zu wenig Magensäure - Magenprobleme sind die FolgeWie kann das sein, wirst du dich jetzt vielleicht fragen und hast die Bilder der Werbung vor deinem geistigen Auge, in der immer wieder suggeriert wird, dass ein zu viel an Magensäure die Ursache wäre. Stimmt nicht!

Mit den Medikamenten werden nur die Symptome gelindert – das schmerzhafte Aufstoßen von saurem Mageninhalt, der tatsächlich die Speiseröhre angreift. Aber das bedeutet nicht, dass der Magen zu viel Säure produziert.

 

Der Magen hat die Aufgabe, das ankommende Essen soweit es geht zu zerkleinern und für die weitere Verdauung vorzubereiten. Die Magensäure hilft ihm dabei sehr. Sie desinfiziert das Essen zunächst und hilft dann bei der Zerkleinerung (der Zersetzung, dem ersten Aufspalten der Nahrung), so dass der Magen nicht so stark arbeiten muss.

 

Ist zu wenig Magensäure vorhanden, dann muss unser Magen umso mehr arbeiten, das heißt sich bewegen und winden, um die Nahrung zu zerkleinern. Durch die stärkeren und heftigeren Bewegungen dehnt er sich dann stärker und das manchmal mehr als uns lieb ist.

Normalerweise hält der Magen bzw. die Klappe zwischen Speiseröhre und Magen, die den Mageninhalt eben zurückhalt, dem Druck, der im Magen während der Verdauung entsteht, leicht stand.

Ist aber zu wenig Magensäure da, dann ist das nicht mehr der Fall, vermutet die Wissenschaft, und die Klappe schließt nicht mehr richtig, so dass der saure Mageninhalt dann überhaupt erst wieder in die Speiseröhre gelangen kann, wo sie die brennenden Schmerzen verursacht.

 

Ist also zu wenig Magensäure vorhanden, dann …

– schließt die Klappe zwischen Speiseröhre und Magen nicht mehr richtig

– werden die Nahrungsmittel nicht vollständig desinfiziert

– kann das Essen nur mit heftigeren Magenbewegungen zerkleinert werden

– wird das Essen nicht optimal für die weitere Verdauung aufgeschlüsselt

Die Folge ist, dass der Magen unser Essen nicht optimal auf die weiteren Verdauungsschritte vorbereiten kann und wir unsere Nahrung, d. h. die Nährstoffe, die darin stecken, nicht vollständig aufnehmen und optimal verwerten können.

Und dann fragt man sich, warum man einen Eisenmangel hat, obwohl man z. B. ausreichend eisenhaltige Lebensmittel isst.

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Wie kommt es dazu, dass wir zu wenig Magensäure haben?

Es gibt natürlich verschiedene Ursachen, warum unser Maagen zu wenige Magensäure produziert. Die häufigsten und wichtigsten wollen wir hier erklären.

1. Wir werden älter

Wie schon gesagt, kennt man Sodbrennen eher von älteren Menschen – und genau hier hat die Wissenschaft nach gehakt: sie hat heraus gefunden, dass die durchschnittliche Magensaftproduktion von 60-jährigen nur noch 25 Prozent (50 ml pro Stunde) der Produktion von 20-jährigen (230 ml pro Stunde) beträgt. 30- bis 40-jährige produzieren etwa 100 ml pro Stunde.

2. Stress

Unangenehmer Stress wird schon seit vielen Jahren mit Magenproblemen in Verbindung gebracht. Die stressbedingte Gastritis oder das Magengeschwür kennt man z. B. als Managerkrankheit.

Kurzzeitigen Stress kann unser Körper sehr gut wegstecken und danach wieder sein normales Stoffwechselprogramm abspulen.

Die Frage ist aber, was passiert beim Stress mit der Verdauung?

 

Ist dir in stressigen Situationen auch schon mal die Spucke weg geblieben?

Und hast du , wenn du Stress hattest auch einfach keinen Bissen runter bekommen?

 

Stress sorgt dafür, dass Adrenalin ausgeschüttet wird. Adrenalin verlangsamt oder stoppt die Verdauung ganz – egal ob positiver (z. B. verliebt sein) oder negativer Stress (z. B. bei Prüfungen, Beziehungs- oder Jobproblemen): Adrenalin sorgt dafür, dass kein Speichel, keine Magensäure und keine anderen Verdauungssäfte mehr fließen. Fließen keine Verdauungssäfte, können Mund und Magen die Verdauung nicht mehr einleiten.

Für den Magen bedeutet das, dass er das Essen nicht ausreichend desinfizieren kann. So haben unnütze und schädliche Bakterien leichtes Spiel, sich zu vermehren und dadurch Magengeschwüre und Gastritis auslösen können (z. B. Helicobacter pylori).

Um den Stress zu bewältigen hilft es auf andere Gedanken zu kommen. Ein sehr guter Weg das zu erreichen ist Sport. Wer unter Stress leidet hat jedoch oft nicht die Zeit regelmäßig ins Fitnessstudio zu fahren. Eine gute Lösung sind Heimtrainingsprogramme. Ließ dir dazu unseren Mach dich krass Erfahrungsbericht durch!

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3. Ungesunde Ernährung

Ungesunde Ernährung bedeutet zu viele Kohlenhydrate. Damit setzen wir uns zwei lebensbedrohlichen Stoffwechselsituationen aus, die unser Körper mit Hilfe eines Notfallprogramms in den Griff bekommen muss:

 

einen zu hohen Blutzuckerspiegel und

einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel

 

Gegen einen zu hohen Blutzuckerspiegel produziert die Bauchspeicheldrüse Insulin, die den Zucker schnell aus dem Blut in die Zellen schleust.

Gegen einen drohenden zu niedrigen Blutzuckerspiegel wird das Hormon Glukagon ausgeschüttet. Diese Stoffwechselsituation ist für uns so bedrohlich, dass das Glukagon noch zwei weitere Helfer auf den Plan ruft: Adrenalin und Cortison.

Adrenalin ist aber gleichzeitig auch das Hormon, das bei Stress (Flucht, Kampf, dauerhaft ungelöste Probleme) ausgeschüttet wird, damit wir schnell Energie bekommen.

Und unter Stresssituationen, die unser Körper stets mit einem Kampf um Leben und Tod gleichsetzt, werden sämtliche überflüssigen Körperfunktionen abschaltet – auch die Verdauung!

 

Zu viele Kohlenhydrate = Dauerstress für den Stoffwechsel
Durch falsche Ernährung (zu viele Kohlenhydrate) können wir unseren Körper also in eine dauerhafte Stresssituation versetzen, die die Magensäureproduktion hemmt und im schlimmsten Fall zu folgenschwerer Mangelernährung führen kann, weil unsere Verdauung aufgrund von Magensäuremangel nicht richtig funktioniert.

 

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Was können wir tun?

Gegen das Älterwerden können wir uns leider nicht wehren und können es nicht verhindern. Aber wir können dafür sorgen Stress zu vermeiden und können uns gesund ernähren.

Als zweites gilt es auf eine fettverbrennende Ernährung (viel Eiweiß, mehr Fett, wenig Kohlenhydrate) zu achten, die einen zu hohen Blutzuckerspiegel und Insulinspiegel vermeidet.

Reduziere Schritt für Schritt den Anteil der Kohlenhydrate wie Nudeln, Brot, Brötchen, zuckerhaltige Getränke, Cerealien, natürlich Kuchen und Süßigkeiten, aber auch Kartoffeln und Reis in deiner Ernährung. Ersetze sie durch echte Fettverbrennerlebensmittel. Beginne beispielsweise damit ein kohlenhydratfreies Frühstück zu etablieren!

 

13 Lebensmittel für deine Verdauung

Mit zwei einfachen Tipps und diesen natürlichen Lebensmitteln können wir die Magensäureproduktion und die Produktion der anderen Verdauungssäfte kräftig anregen und so für eine optimale Nährstoffaufnahme und Fettverbrennung sorgen:

 

1. Gut kauen: gut gekaut ist halb verdaut!

2. Langsam und bewusst essen

 (Verdammt! Mit diesen altklugen, komischen Weißheiten, hat meine Oma mich auch immer ermahnt. 😉 Und ja, sie hatte Recht!!! 😉

 

Lebensmittel, die milchsauer eingelegt sind

1. natürliches Sauerkraut (nicht erhitzt oder bearbeitet)

2. Joghurt

3. Kefir

4. Sauerrahm

5. Käse, z. B. Roquefort

6. eingelegtes Gemüse (Gurken, Karotten, Bohnen, Linsen)

7. Sauer eingelegter Hering

8. Rollmops

9. aus der Asiaküche z. B. Miso, Tempeh oder Kimchi (eingelegter Chinakohl)

 Lebensmittel, deren Bitterstoffe, die die Saftproduktion anregen

10. Rucolasalat

11. Löwenzahn

12. Radichio

13. bittere Tees (z. B. Löwenzahn) oder auch Matcha Tee

 

Vor dem Essen, zu jeder Mahlzeit, z. B. ein paar Gabeln Sauerkraut oder eingelegtes Gemüse oder vor dem Hauptgang einen kleinen Teller Salat reichen schon aus, um die Magensaftproduktion zu steigern und die Verdauung auf Trab zu bringen. Ein schnelles und leckeres Rezept dazu findest du hier >> hier klicken!

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Beste Grüße

Eure Diana

Diplomierte Abnehm- und
Ernährungsexpertin

4 comments

  1. Hallo Speckkiller,
    ich bin 35 Jahre alt und kannte Sodbrennen irgendwie auch nur von älteren leuten. Seit ein paar Wochen habe ich damit aber auch beschwerden. Ihr erklärt die Dinge so, dass man es wirklich versteht. Und das mit den Kohlehydraten hört sich logisch an. Aber ist Eure Empfehlung fast gar keine Kohlehydrate mehr zu essen nicht ein bißchen übertrieben? Ich esse z. B. viel Vollkorn und kann mir nicht vorstellen, dass das so ungesund sein soll!

    Viele Grüße
    Maren

  2. Ich bekomme vom Arzt immer wieder Ranitinin für das schreckliche Sodbrennen verschrieben. Im Moment verbrenne ich wieder extrem. Mittlerweile kann ich nachts nicht mehr schlafen vor Schmerzen. Ich habe eine Kur gemacht mit Betaine HCL+Pepsin – da ging es mir Super; aber kann man so etwas auf Dauer bzw öfter machen?

    Lg Dagmar

  3. Hallo Diana,
    ich habe Hyperinsulinismus und komme nicht vom Zucker weg. Ich bin regelrecht süchtig danach und habe schon Sodbrennen und Magenschmerzen etc. Zudem kann ich Fett nicht gut verdauen. Wie kann ich mein Bauchspeicheldrüse entlasten? Eine Eiweissdiät scheint mir wegen des Mangels an Magensäure ebenfalls unpassend.
    Danke für die Hilfe.

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