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3 gemeine Fallen (des Stoffwechsels), die verhindern dass du Bauchfett verbrennst …

… und wie du sie einfach austricksen kannst!

 

Kann das wirklich sein, dass unser Stoffwechsel uns hier da völlig unbemerkt in kleine Fallen tappen lässt, die verhindern, dass wir einen flachen Bauch bekommen?

 

Ja, es kann sein! Aber nennen wir sie nicht Fallen, sondern radikale Stoffwechselgesetze, die sich einfach nicht brechen lassen!

Fragst du dich, warum du einfach nicht abnimmst, obwohl du viel gesundes Vollkorn isst und FdH machst?

Fragst du dich, warum du immer noch Appetit hast und weiter isst, obwohl du schon längst satt sein müsstest?

Dann lies unbedingt weiter, denn diese Fallen bzw. Stoffwechselgesetze unseres Körpers verhindern wahrscheinlich, dass du Bauchfett verbrennen kannst.

 

Die Vollkorn-Falle (Zucker-Fett-Grundgesetz)

Die Vollkorn-Falle ist eine der hinterhältigsten Fallen, in die man tappen kann, wenn man wirklich effektiv, schnell und vor allem dauerhaft lästiges Körperfett und insbesondere gefährliches Bauchfett verlieren will.

Warum nur?

Offiziell, in den Medien, der Werbung und auch Ärzte raten uns dazu, viel gesundes Vollkorn zu essen, wenn wir abnehmen wollen. Das mache satt, liefere die wichtige Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe, usw., usw., …

Und das schlimmste ist, dass sogar Diabetikern empfohlen wird den Schwerpunkt auf ballaststoffreiche Lebensmittel, z. B. Vollkornprodukte und fettarme Produkte zu legen. Warum das so schlimm ist, dazu in wenigen Zeilen mehr.

O.K.

 

Zucker – der kleinste Baustein

Der kleinste Baustein aus dem sowohl der normale Zucker, der Zucker in der Schokolade, aber auch die komplexen Kohlenhydrate (die im Vollkorn stecken) bestehen, ist die Glukose (also Zucker).

 

Kristall Zucker auf einem Löffel
Dark chocolate bars stack

 

Wenn Kohlenhydrate (egal ob einfach oder komplex), also auch die aus Vollkorn, im Dünndarm ankommen sind sie bereits in einzelne Zuckerbausteine zerlegt. Ab hier wirken die Kohlenhydrate aus Vollkorn genauso wie die Zucker-Kohlenhydrate. Sie werden ins Blut aufgenommen, wodurch der Blutzuckerspiegel enorm ansteigt.

 

Damit wir leistungsfähig bleiben und uns z. B. konzentrieren können, darf der Blutzuckerspiegel einen bestimmten Wert nicht übersteigen, er darf aber auch nicht zu stark absinken. Sichergestellt wird das durch das Hormon Insulin, das dafür sorgt, dass das Zuviel an Zucker aus dem Blut verschwindet.

 

Aus Zucker wird neues Fett

Der Insulinspiegel steigt also an und genau das ist der Startschuss für die sogenannte De-Novo-Lipogenese: die Neubildung von Fett aus Zuckerbausteinen!

Und dieser Vorgang findet in der Leber statt. Natürlich kann die Leber nicht das ganze Fett speichern. Sie verpackt es in kleine LDL-Päckchen (sogenante VLDL) und ab damit ins Blut und später auf die Hüften.

 

Entscheidend für die Neubildung des Fettes ist ein hoher Insulinspiegel im Blut – das ist der Startschuss!

 

Der einfachste und wirkungsvollste Ausweg ist, einen hohen Insulinspiegel gar nicht erst zuzulassen. Das setzt voraus, dass der Blutzuckerspiegel konstant bleibt – mit den richtigen Lebensmitteln und Getränken.

 

Nicht die einzige Vollkornfalle!

Wir denken ja immer, dass Vollkorn so satt macht, oder? Ich habe früher auch viel Vollkorn, v. a. Vollkornbrot gegessen – komme schließlich aus einer Bäcker-Familie. Im Nachhinein fällt mir dabei auf, dass ich mich nie mit einer Scheibe Vollkornbrot zufrieden gegeben habe, sondern nach einer Weile noch ne Scheibe oder gar zwei gegessen habe.

Der Grund ist, dass wir nicht nur mit zuckersüßen Lebensmitteln, sondern auch mit Vollkorn in die Zucker-Insulin-Spirale hinein geraten können, kurz gesagt in die Heißhunger-Falle tappen. Denn wie schon gesagt, bestehen die Kohlenhydrate des Vollkorns aus viele einzelnen Zuckerbausteinen, die den Blutzucker in die Höhe treiben.

 

Die Protein-Hebel-Falle

Wir brauchen Eiweiß. Ohne Eiweiß könnten wir nicht existieren. Unser Körper besteht zu etwa 10 bis 12 Kilogramm aus Eiweiß – über 60 Prozent ist davon in der Muskulatur gespeichert. Um die etwa 50.000 verschiedenen Eiweißbausteine herstellen zu können, benötigt unser Stoffwechsel genau 20 Aminosäuren – die kleinsten Bausteine der Eiweiße – und davon kann er 9 nicht selbst herstellen. Wir müssen sie also mit der Nahrung aufnehmen.

 

Die Krux an den Eiweißen ist, dass unser Stoffwechsel sie nicht aus anderen Nährstoffen bauen kann:

 

Fett kann aus Kohlenhydraten hergestellt werden. Kohlenhydrate können aus Eiweiß hergestellt werden. Aber Eiweiß kann durch nichts ersetzt werden.

 

Das heißt, wir müssen es mit unserer täglichen Ernährung zu uns nehmen – da führt kein Weg daran vorbei.

Jeder von uns braucht also jeden Tag eine bestimmte Menge Eiweiß, damit alle Funktionen und Stoffwechselvorgänge in unserem Körper ablaufen können. Bekommt der Körper zu wenig Eiweiß und kann deshalb nicht alle Körpereiweiße aufbauen, werden wir schlicht und einfach krank.

Eiweißmangel äußert sich zunächst ganz unscheinbar z. B. in Form von Haarausfall, spröden Nägeln, schlaffen Muskeln bis hin zu Depressionen, brüchigen Knochen, Immunschwäche und Wachstumsstörungen.

Was hat das aber jetzt mit Übergewicht, unbändigem Appetit und ständigem Hunger zu tun?

Kommen wir auf die Krux zurück, dass Eiweiß nicht aus den anderen Nährstoffen hergestellt werden kann. Wenn das nämlich so wäre, dann könnte unser Stoffwechsel die fehlenden Proteine bzw. Aminosäuren einfach aus Zucker oder Fett bauen – geht aber nicht!

Wenn auch nur eine der 9 unentbehrlichen Aminosäuren fehlt, können die benötigten Proteine nicht vollständig aufgebaut werden.

 

Und jetzt kommt´s:

Neuseeländische Forscher haben an Menschen und Tieren beobachtet, dass das Gefühl satt zu sein, nicht nur von den Kohlenhydrate und Fetten bestimmt wird. Sie vermuten sogar, dass das Eiweiß einen viel, viel größeren Einfluss darauf hat uns satt fühlen.

 

Darauf gekommen sind sie, als sie das Fressverhalten von Heuschrecken beobachtet haben: sie beenden ihre Nahrungsaufnahme erst, wenn sie genug Eiweiß aufgenommen haben.

 

Für uns würde das bedeuten, dass wir bei einer eiweißarmen und kohlenhydrat- bzw. fettreicher Ernährung solange weiter essen, bis unser Eiweißbedarf gedeckt ist. Da können wir noch so willensstark sein, wenn der Körper etwas dringend braucht, dann holt er es sich – egal wie.

Und die Gefahr lauert hier darin, dass wir zu viele Kalorien zu uns nehmen – das schlägt sich dann schnell sichtbar an Bauch, Beinen und Po nieder. Essen wir dann auch noch sehr kohlenhydratreich passiert das was du oben bereits gelesen hast.

Achte also auf eine ausreichende und ausgewogene Eiweißzufuhr.

 

Fleisch oder Tofu?

Tierisches Eiweiß ist vollständiger als pflanzliches Eiweiß, d. h. dass tierisches Eiweiß dem menschlichen ähnlicher ist als pflanzliches. Übersetzt: ein Rinderfilet gleicht dem menschlichen Eiweißprofil eher als Bohnen, Linsen oder Soja. Die Folge ist, dass unser Stoffwechsel tierisches Eiweiß effizienter in Körpereiweiß aufbaut. Aber pflanzliche Eiweißquellen können miteinander kombiniert werden, so dass auch hier effizienter Körpereiweiß aufgebaut werden kann.

Top-Eiweiß-Quellen (>>> klick)
Tierisches Eiweiß: Vollei, Rindfleisch, Thunfiscch, Kuhmilch, Käse. Pflanzliches Eiweiß: Bohnen, Linsen, Kartoffeln.

 

Die Hunger-Falle

Wer hier in unserem Blog regelmäßig vorbei schaut, hat es sicherlich schon verinnerlicht. Wenn man abnehmen und Bauchfett verbrennen will, darf man auf keinen Fall hungern!

Dass man Kalorien und Fett einsparen sollte, hält sich heute aber leider immer noch hartnäckig in vielen Köpfen. Auf den ersten Blick ist es auch logisch – auf den zweiten schon gar nicht mehr.

Nicht nur, dass der Jo-Jo-Effekt nach einer Hungerdiät erbarmungslos zuschlägt, wir verlieren auch Muskulatur und Bauchfett verbrennen wir auch kaum.

 

Wie kommt es dazu?

Viel zu wenig Kalorien und das über einen längeren Zeitraum, ist für unseren Körper ein Alarmsignal. Er hat Angst zu wenig Energie zu bekommen, um uns am Leben zu erhalten. Er schaltet also sein Notprogramm ein, das aus zwei dicken roten Notschaltern besteht:

 

Notschalter Nr. 1 - Energieverbrauch drosseln
Unser Stoffwechsel fährt also den Energiebedarf herunter, um Kalorien zu sparen. Ein tolles Überlebensprogramm, das in unserer heutigen Überflussgesellschaft aber fehl am Platze ist.
Notschalter Nr. 2 - Energiefressende Organe ausschalten
Dann beginnt er das größte energieverbrauchende Organ – unsere Muskulatur – abzubauen. Das ist wie in einem Unternehmen, wenn Kosten eingespart werden müssen. Die Abteilungen, die die höchsten Kosten verursachen, werden verkleinert = weniger Kosten.

 

Iss dich also mit den richtigen Lebensmitteln satt und sorge dafür, dass dein Körper dieses Notprogramm nicht einschalten muss.

Erfahre in unserem kostenlosen Coaching, was du genau tun kannst, um diese Fallen zu vermeiden und um endlich dauerhaft Bauchfett verbrennen zu können – jeden Tag ein bisschen und du kommst deiner Traumfigur Schritt-für-Schritt näher.

Sichere dir hier deinen Zugang zum kostenlose Coaching (>> hier klicken) und du bekommst für den Sofort-Start den Ratgeber “Der Weg zur Traumfigur” gratis dazu.

 

Beste Grüße
Eure Diana

Diplomierte Abnehm-
und Ernährungs-Expertin

2 comments

  1. Hallo liebes Speckkiller.de-Team,

    seit Anfang des Jahres verfolge ich eure Beiträge und dieser gibt mir jetzt echt zu denken.
    Vor ein paar Wochen habe ich meine Ernährung umgestellt, weil ich nicht mehr weit vom Diabetes weg bin. Mein Arzt hat gesagt ich soll ausreiichend Vollkorn essen. Jetzt, wo ich euren Artikel gelesen hab, frag ich mich, ob das echt so gut ist, wenn die Kohlenhydrate ja doch alle zu ZUcker werden, den ich ja eigentlich nicht essen soll.
    Danke für den Denkanstoß! Viele Grüße Hildegard

    • Liebe Hildgard,
      das war auch unsere Absicht!
      Und wenn man einmal ganz sachlich überlegt, dann ist es gerade für Diabetiker doch sinnvoll, einen zu hohen Blutzuckerspiegel zu verhindern, indem sie auf die richtige Ernährung setzen – eine, die den Blutzucker eben nicht in die Höhe treibt. Mit viel gesundem Vollkorn funktioniert das jedenfalls nicht.

      Es freut uns, dass dir unsere Infos weiter helfen.

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