Home / Motivation / Abnehmen einfach programmieren?

Abnehmen einfach programmieren?

„Der Mensch ist ein Gewohnheitstier…“ Das stimmt und Gewohnheiten haben durchaus etwas Gutes an sich, denn sie sichern uns das Überleben. So müssen wir nicht darüber nachdenken, wenn wir zur Arbeit, zum Einkaufen oder in die Stadt fahren. Wir sind diese Wege schon viele Male gefahren oder gegangen. Gewohnheiten bestimmen unser Leben, unseren Alltag. Sie bestimmen, wie lange wir morgens im Bad brauchen, wann wir essen, was wir essen und wie und wo wir essen, welche Musik wir hören.

Wir sind jedoch nicht in der Lage zwischen guten und schlechten Gewohnheiten zu unterscheiden. So kann es für den einen zum Beispiel eine Gewohnheit sein, alle zwei Tage 7 km zu joggen. Führt er diese Gewohnheit nicht aus, so „fehlt“ ihm etwas.

Für den anderen kann eine Gewohnheit sein, morgens auf dem Weg zur Arbeit nach dem ersten Kaffee eine Zigarette zu rauchen. Zwar weiß dieser Mensch – wahrscheinlich, während er an der Zigarette zieht und den Rauch ausatmet, dass es nicht gut für die Gesundheit ist, doch das Rauchen verschafft irgendwie eine Art Befriedigung.

Warum ist das so? Wir verbinden nicht die Tätigkeit selbst mit etwas Gutem, sondern das, was wir damit Gutes erlebt haben. Nicht umsonst sprechen wir von „lieb gewonnenen Gewohnheiten“. Wenn der Raucher abends mit Freunden zum Essen ausgeht und einige gehen dann gemeinsam zum Rauchen vor die Tür, so ist es hier nicht das eigentliche Rauchen der Zigarette, sondern die vertraute Gemeinschaft, die wir beim geselligen Rauchen erleben – denn das Rauchen schädlich für die Gesundheit ist, das weiß eigentlich jedes Kind.

Was bedeutet das jetzt für uns, um wirklich erfolgreich abzunehmen? Unsere Ess-Gewohnheiten haben uns dick gemacht. Wir essen und trinken bestimmte Dinge schon seit mehreren Jahren, weil wir das früher so gelernt haben. So kennt vielleicht jeder den Satz: „Iss deinen Teller leer, damit morgen die Sonne scheint.“ Dass wir vielleicht schon satt waren, interessierte z. B. die Eltern nicht, weil Oma und Opa genau das gleiche zu ihnen gesagt haben, egal, ob die Eltern schon satt waren. Wir übernehmen die Gewohnheit, weil wir es so gelernt haben und so wird der Teller einfach leer gegessen. Gewohnheiten sind wie Ordner, die in unserem Gehirn fest gespeichert sind. Was wir also tun müssen ist, unser Gehirn quasi mit neuen Dateien – also Gewohnheiten – zu programmieren. Was auf dem Computer relativ schnell geht, nämlich eine neue Datei zu speichern, ist im wahren Leben mit den liebgewonnenen Gewohnheiten nicht ganz so einfach. Aber, es ist auf jeden Fall umsetzbar, wenn du die folgenden drei Tipps beherzigst:

 

 1. Beobachte deine Ess-Gewohnheiten

Wenn du dir selbst auf die Schliche kommst und merkst, in welchen Situationen du „ungesunde“ Gewohnheiten hast, ist das der erste und wichtigste Schritt diese ungesunden Gewohnheiten durch gesunde auszutauschen. Wenn du z.B. eine ungesunde Gewohnheit an dir beobachtest, dann schreibe sie am besten auf und tue das über mehrere Tage.

 

2. Überlege dir eine Belohnung, wenn du eine ungesunde Ess-Gewohnheit weg lässt

Wenn du eine schlechte Gewohnheit durch eine gute Gewohnheit ersetzt, dann darfst, nein dann solltest du dich belohnen. Diese Belohnung sollte allerdings nicht mit deinen schlechten „Ess-Gewohnheiten“ zu tun haben. Das könnte z.B. ein Besuch bei der Kosmetik, beim Friseur oder Ähnliches sein, wo du dir etwas Gutes tust.

 

3. Versuche nicht alle „schlechten“ Gewohnheiten auf einmal zu ändern, sondern mach es schrittweise

Wenn du z.B. leidenschaftlich gerne Cola trinkst und dies bereits über viele Jahre getan hast, dann überleg dir eine neue gute Gewohnheit. Das kann z.B. sein, dass du jeden Tag zunächst einen Liter Wasser trinkst. Erst wenn du einen Liter Wasser getrunken hast, dann darfst du den Rest des Tages Cola trinken.

 

Fassen wir zusammen:

Wenn du deine schlechten „Ess-Gewohnheiten“ quasi enttarnst, versuche diese schrittweise mit guten Ess-Gewohnheiten zu „überschreiben“. So kommst du deinem Abnehmerfolg Schritt-für-Schritt näher.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ich akzeptiere