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Buckelwal gut verdaut? [Gastbeitrag von Stefanie Gembler]

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2016-03-13_Gastbeitrag Stefanie GemblerUnser Darm ist wirklich ein ganz besonderes Organ.

Gemeinsam mit ganz vielen Mikroorganismen leistet er Enormes für uns und unser Wohlbefinden.

Hier ein paar Fakten zu unserer Körpermitte:

Der Darm hat eine Oberfläche von ungefähr 400 qm und eine Gesamtlänge von 7-9 Metern. Im Vergleich dazu hat unsere Haut nur eine Gesamtfläche von 2 qm!

humpback-79854_1280Im Laufe eines 75 jährigen Lebens verarbeitet unser Darm ca. 30 Tonnen feste Nahrung (so viel wie ein Buckelwal wiegt), 50.000 Liter Flüssigkeit und mehrere Kilos an Schadstoffen und krankheitserregenden Bakterien.

Ganz entscheidend bei dieser Arbeit sind die sogenannten Mikroorganismen, ohne die überhaupt nichts funktionieren würde!

Auch wenn wir sie mit unserem Auge nicht sehen können, sie umgeben uns überall. Interessant ist auch, dass auf und in unserem Körper etwa 10x mehr Mikroorganismen leben als wir Körperzellen haben! Unsere 2qm große Haut ist mit ca. 1 Mrd. Mikroorganismen besiedelt.

Billionen Bakterien für den Darm

Und in unserem Verdauungstrakt leben ungefähr 100 Billionen (=100.000.000.000.000) Bakterien, mit mind. 400 verschiedenen Arten.

Die Mikroorganismen erledigen sehr wichtige Aufgaben im Darm:

– verdauen und verwerten Nährstoffe

– produzieren Vitamine

– schützen den Darm vor aggressiven Schadstoffen

– verdrängen krankmachende Viren, Bakterien, Pilze

– informieren Immunzellen im Darm über Krankheitserreger

– versorgen und ernähren die Zellen der Darmschleimhaut

Außerdem hat die Zusammensetzung der Bakterien in unserem Darm hat einen entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit des gesamten Organismus.

Zudem sind ungefähr 80% des Immunsystems im Darm ansässig. Ist die Darmflora im Gleichgewicht werden krankmachende Eindringlinge erfolgreich verdrängt und ohne Probleme bekämpft.

Aber bei einer gestörten Darmflora nehmen die krankmachenden Bakterien überhand und schaden dem gesamten System.

Auswirkungen einer geschädigte Darmflora auf unseren Körper

fitness-808794_1280Gerät der Darm bzw. die Darmflora aus dem Gleichgewicht und die krankmachende Bakterien überwiegen, kann dadurch die empfindliche Darmschleimhaut angegriffen werden. Entzündungen der Darmschleimhaut können die Folge sein.

Dadurch können Vitamine und Mineralstoffe aus unseren Lebensmitteln vom Körper nicht mehr richtig aufgenommen werden. Fehlen dem Körper essentielle Vitamine und Mineralstoffe schadet das dem gesamten System, ebenso ist eine dauerhafte Gewichtsreduktion schwer möglich.

Warum die Darmflora aus dem Gleichgewicht kommt

Nach einer Antibiotika Kur, bei der alle Mikroorganismen ob gut oder schlecht getötet werden, ist es besonders wichtig die Darmflora wieder aufzubauen und die guten Mikroorganismen zu fördern.

Ballaststoffarme und eine übermäßig säurebildende Ernährung mit Fast Food, viel Fleisch, Zucker, Weißmehl-Produkten usw. schwächen die Darmflora und das Gleichgewicht wird gestört.

Auch Stress, Medikamente, Umweltgifte und wenig Bewegung verschlimmern das Ungleichgewicht weiter.

3 Tipps für eine gesunde Darmflora

#1 – Ausreichend trinken

Als erstes ist es wichtig viel zu trinken. Wir bestehen zu fast 70% aus Wasser und unser Körper scheidet jeden Tag ungefähr 2550 ml Wasser aus. Und diese Menge sollten wir unserem Körper täglich auch wieder in Form von stillem Wasser zuführen. Denn ohne Wasser findet kein Stoffwechsel statt! Also je mehr gutes Wasser wir täglich trinken und je mehr Wasserhaltige Lebensmittel wie Gemüse und Obst wir täglich zu uns nehmen, umso besser funktioniert unser Stoffwechsel und auch unsere Verdauung.

#2 – Möglichst basisch ernähren

Eine möglichst Basische Ernährung mit viel Salat, Gemüse und Kräutern ist zu empfehlen.

#3 – Raffinierte Kohlenhydrate vermeiden

Des weiteren sollten Weissmehl-Produkte und Zucker reduziert oder gemieden werden, da sie die krankmachenden Bakterien im Darm fördern.

#4 – Ausreichend Ballaststoffe

Eine Ballaststoffreiche Kost ist wichtig, um die guten Mikroorganismen zu füttern. Dafür sollten viele ballaststoffreiche Gemüse- und Obstsorten auf dem Speiseplan stehen. Außerdem empfehle ich den Einsatz von Flohsamenschalen.

Flohsamenschalen besitzen einen sehr großen Anteil löslicher Ballaststoffe. Sie können eine enorme Menge an Wasser aufnehmen und nicht nur Wasser sondern auch Giftstoffe werden aufgesaugt und aus dem Darm befördert. Die Einnahme von Flohsamenschalen reguliert zudem die Verdauung.

Tipp: wenn Flohsamenschalen mit Wasser oder Saft gemischt werden, sollten sie schnell getrunken werden und am besten noch ein großes Glas Wasser hinterher.

#5 – Giftstoffe loswerden

black-beach-700684_1280Zur weiteren Ausleitung von Giftstoffen ist der Einsatz von Zeolith oder Bentonit sinnvoll. Zeolith ist ein Vulkanmineral und wirkt wie ein Schwamm der Gifte und Gase aufnimmt und aus dem Darm befördert.

Bentonit ist eine Mineralerde, die durch Vulkanasche entstanden ist und eine sehr große Oberfläche hat. Dadurch kann sie wie Zeolith Schadstoffe und Gifte binden und aus dem Darm heraus befördern.

Außerdem ist es sinnvoll gute Mikroorganismen in Form von fermentierten Produkten wie Joghurt oder auch fermentiertes Gemüse wie Sauerkraut zu sich zu nehmen. Ein regelmäßiger Verzehr dieser Produkte hilft beim Aufbau einer gesunden Darmflora.

Kräuter und Bitterpflanzen

Es gibt viele Kräuter und Bitterpflanzen die unseren Stoffwechsel ankurbeln, die Verdauung fördern und auch die Fettverbrennung unterstützen. Die Bitterstoffe in den Kräutern helfen bei Magen- und Darmstörungen und stärken somit auch das Immunsystem und helfen bei Hautproblemen.

Dazu lassen Bitterkräuter mit ihren vielen Bitterstoffenwirksam die Pfunde purzeln und leisten die wertvollste Hilfe für die Verdauung, indem sie die Verdauungssäfte zum fließen bringen.

Stoffwechselanregende Kräuter & Bitterpflanzen

Brennnessel

Oft wird sie als Unkraut bekämpft, dabei ist die Brennnessel so eine wundervolle und hilfreiche Pflanze. Sie ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Sie hilft dem Körper bei der Entgiftung und fördert den Stoffwechsel. Durch ihre reichhaltigen Inhaltsstoffe wie Kieselsäure, Vitamin C und Kalium unterstützt die Brennnessel zum Beispiel als Teeaufguss beim erfolgreichen abnehmen. Ihr Extrakt bzw. der Frischpflanzensaft wird auch gerne im Rahmen einer Frühjahrskur zur Reinigung des Blutes und zur Entwässerung eingesetzt. Den Pflanzensaft gibt es in Reformhäusern, Bioläden oder Drogerien zu kaufen oder es wird ein Entsafter verwendet um die frischen Brennnesseln selbst zu entsaften.

Was ich besonders gerne mache, ich pflücke mir ein paar frische Brennnesselblätter von den oberen Spitzen der Brennnessel und zerreibe diese in der Hand oder mit einer Knetrolle, damit die Brennhärchen nicht mehr brennen und gebe sie kleingehackt mit anderen Kräutern in meinen Salat, oder zu anderen Gerichten.

Rosmarin

Rosmarin ein sehr kraftvolles mediterranes Gewürz welches ebenfalls unseren Stoffwechsel ankurbelt und auf unsere Fettreserven zugreift. Wenn wir uns erschöpft fühlen, gibt Rosmarin uns Kraft und regt den Kreislauf an. Und er zügelt den Appetit.

Pfefferminze

Pfefferminze, Botanischer Name Menthapiperita enthält einen großen Anteil Menthol. Dieser regt den Stoffwechsel an und wirkt ebenso positiv auf unsere Verdauung. Frische Pfefferminze regt den Leber- und Gallenfluss an und hemmt den Heißhunger auf süßes.

Tipp: regelmäßig frisch aufgebrühten Minztee trinken, sehr lecker!

Basilikum

Basilikum wirkt dank seiner Gerbstoffe ebenfalls positiv auf die Verdauung und regt den Stoffwechsel an. Zudem wirkt es krampflösend und antibakteriell. Und es stärkt unsere Nerven. Basilikum kann auch wunderbar mit anderen Kräutern gemischt als Teeaufguss genossen werden.

Fettverbrennende Kräuter

Petersilie

Die Petersilie eines der bekanntesten Küchenkräuter hierzulande. Sie regt die Verdauung an, wirkt entwässernd und hat einen positiven Einfluss auf die Fettverbrennung. Sie enthält eine Menge Mineralstoffe, die auch das Bindegewebe straffen. Außerdem ist sie reich an Vitamin C. Und dazu schmeckt sie auch noch ausgezeichnet und kann zu fast allen Gerichten verwendet werden.

Schnittlauch

Schnittlauch ist durch seine enthaltenen Senföle ebenfalls ein beliebtes Küchenkraut, welches sich positiv auf unsere Verdauung auswirkt. Außerdem erhöhen Senföle den Kalorienverbrauch und unterstützen ein erfolgreiches und dauerhaftes abnehmen.

Beifuß

Beifuß ein sehr wertvolles Kraut mit einem hohen Anteil an ätherischem Öl und Bitterstoffen, die dafür sorgen die Magen- und Gallensäfte ins fließen zu bringen und somit eine positive Wirkung auf die Verdauung und den Stoffwechsel haben. Beifuß eignet sich wunderbar zubereitet als Tee oder Gewürz zu Fleischgerichten.

Kresse

Kresse unterstützt ebenfalls durch seine enthaltenen Senföle die Verdauung und kurbelt den Stoffwechsel ordentlich an. Sie ist reich an Vitamin C. Und sie bietet die optimale Unterstützung beim abnehmen, dadurch das sie gezielt unsere Fettpolster angreift. Die leicht scharf schmeckende Kresse passt ausgezeichnet zu Eiern, Salat oder einfach auf Brot gestreut.

Verdauungsfördernde Kräuter

Oregano

Oregano eines der beliebtesten Pizzagewürze, schmeckt wunderbar und wirkt sich dazu noch sehr positiv auf unsere Gesundheit, speziell auf unsere Verdauung aus. Basilikum enthält wertvolle Ballaststoffe die unsere Darmflora anregen und die Verdauung fördern. Die ätherischen Öle und das enthaltene Carvacrol wirken gegen unerwünschte Bakterien und Pilze in unserem Darm.

Dill

Dill das klassische Gewürzkraut zu Fisch und ebenfalls ein Kraut welches bei Verdauungsbeschwerden, Blähungen und Völlegefühl eingesetzt werden kann. Die ätherischen Öle der Dillfrüchte wirken krampflösend und fördern die Verdauung. Dill hemmt dazu auch die Vermehrung unerwünschter Bakterien.

Thymian

Die ätherischen Öle und die Bitterstoffe des Thymians wirken sich positiv auf die Verdauungsorgane aus. Durch seine Antibakterielle Wirkung kann Thymian auch bei Darminfektionen unterstützend wirken. Außerdem wirkt er krampflösend und immunstärkend.

Thymian kann als Tee oder als Gewürz verwendet werden. Als Gewürz passt er sehr gut zu mediterranen Gerichten.

Löwenzahn

Löwenzahn besitzt eine sehr hohe Konzentration an Bitterstoffen, die alle Verdauungsorgane, sowie die Funktionen von Leber und Niere anregen. Dadurch wirkt Löwenzahn entschlackend und harntreibend. Er enthält Vitamin C und viel Kalium. Durch den hohen Magnesium Anteil beruhigt er auch noch unsere Nerven und wir können uns wunderbar entspannen.

Am leckersten schmeckt er im Salat mit anderen Kräutern und dazu etwas Essig & Öl. Aber auch als Tee kann er wunderbar bei Magenbeschwerden getrunken werden. Er eignet sich auch besonders gut als Frühjahrkur zusammen mit der Brennnessel.

3 simple Kräuter-Mixturen für einen gesunden Darm

Rosmarin-Zitronen-Salz

  1. Schale einer Bio-Zitrone abreiben.
  2. Die Nadeln eines Rosmarin Zweiges feinhacken.
  3. Zitrone und Rosmarin mit 200 g Meersalz im Glas mischen.

Trocken gelagert ist das Salz lange haltbar. Es schmeckt besonders lecker zu allen mediterranen Gerichten.

 

Italienische Kräutermischung

Viele beliebte italienische Kräuter regen den Stoffwechsel und die Verdauung an. Hier habe ich ein Rezept für eine trockene italienische Kräutermischung für euch zusammengestellt. Das Rezept kann natürlich nach persönlichen Vorlieben variiert werden.

2 EL Basilikum
2 EL Oregano
1 EL Rosmarin
1 EL Thymian
1 TL Salbei
½ TL Minze

Alle Kräuter getrocknet zusammenmischen und zu leckeren mediterranen oder auch anderen Gerichten verwenden.

Rezept Wildkräutersalat

Wildkräuter sind für unseren Stoffwechsel und die Fettverbrennung durch ihren hohen Bitterstoffanteil sehr wichtig. Auch unsere Verdauung profitiert hiervon.

150 g Feldsalat
1 großes Bund gemischte Wildkräuter (Löwenzahn, Giersch, Sauerampfer, Brennnessel)
100 g Himbeeren
1 Zwiebel
1 Packung Schafskäse
2 EL Olivenöl
1 EL Himbeeressig oder Apfelessig
1 Spritzer Ahornsirup
1 Hand voll frische Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, Kresse)
Salz und Pfeffer

Ich wünsche allen Lesern von Speckkiller.de viel Erfolg beim abnehmen und dauerhaftem schlank sein! Ich hoffe, dass ich einige Inspirationen, sowie hilfreiche Tipps rund um Kräuter und zum Thema Darmgesundheit geben konnte.

Vielen Dank!

Mehr Infos über meine Projekte rund um Kräuter, Pflanzen, Mikroorganismen, Natur und Garten findet ihr auf meinem Blog Natur im Flow unter www.stefaniegembler.de

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