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Kochen ohne Kohlenhydrate mit den richtigen Ölen

Zum kochen ohne Kohlenhydrate gehören selbstverständlich auch Öle. Aber welche Öle sind die richtigen? Butter oder Margarine, Olivenöl oder Rapsöl, kaltgepresst oder nicht, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Omega-3- oder Omega-6-Fettsäuren, oder, oder, oder??? Die Verwirrung ist groß.

Dazu eine kleine Geschichte, die ich erst neulich erlebt habe und die ich hier zum Anlass nehme, die wahren Fakten über Öle zum Kochen zu erläutern. Denn die falsche Verwendung der Öle ist gefährlich für unsere Gesundheit!

Ich bin immer wieder geschockt, wenn ich höre mit welchen Pflanzenölen gekocht wird. Gerade neulich erst, als wir zum Essen eingeladen waren, haben wir beim Kochen noch ein bisschen mitgeholfen – gemeinsam Kochen macht ja Spaß. Mein Kumpel Frank stand am Herd und wollte das Fleisch braten. Er machte den Kühlschrank auf und griff zu einem Pflanzenöl, um es in der Pfanne zu erhitzen und darin das Fleisch zu braten. Als ich sah, welches Öl er das erhitzte, schlug ich innerlich die Hände über dem Kopf zusammen und sagte zu mir:

„Er gefährdet und ruiniert gerade seine Gesundheit!“

Ich nahm sofort die Pfanne vom Herd, entschuldigte mich und sagte ihm, dass er gerade zum Kochen eines der gefährlichsten Öle erhitzen wollte und damit seine und unsere Gesundheit gefährdet. Frank war völlig verwirrt und ängstlich. Er wollte Distelöl zum Braten verwenden, weil er gehört hat, dass Distelöl viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthält und die gesund sein sollen.

 

Sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren gesund?

Und genau diese mehrfach ungesättigten Fettsäuren, gefährden in zweierlei Hinsicht, unsere Gesundheit, u. a. wenn wir sie erhitzen. Hier nun die Fakten, warum manche Öle die Gesundheit gefährden und andere wirklich gesund sind und prima zum kochen ohne Kohlenhydrate verwendet werden können.

Viele Menschen glauben, dass Pflanzenöle gesund sind. Sie haben auch schon einmal davon gehört, dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren „gesund“, gut für das Herz sein sollen und Arteriosklerose und Herzinfarkt vorbeugen sollen.

Aber die wenigsten wissen, dass

1. Pflanzenöle sehr stark bearbeitete Lebensmittel sind, die mit hoher Hitze, unter hohem Druck und manchmal mit Hilfe von Lösungsmitteln gewonnen werden.

2. die meisten Pflanzenöle oft sehr viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten, die von Natur aus schon sehr empfindlich gegenüber Hitzeeinwirkung sind.

Der Reihe nach.

 

Was sind Fettsäuren?

Die meisten Pflanzenöle sind Verschnitte verschiedenster pflanzlicher Öle, die stark raffiniert wurden, damit sie u. a. geschmacksneutral sind – nur so können sie je nach Verfügbarkeit mit einander vermischt werden. In der Regel werden raffiniertes Sojaöl und Sonnenblumenöl für die Herstellung von Pflanzenöl verwendet und manchmal mit Baumwollsaat, Saflor, Mais, Traubenkern oder anderen Ölen versetzt. Diese Öle bestehen überwiegend aus mehrfach ungesättigte Fettsäuren, was diese Öle sehr empfindlich gegenüber Hitze und Licht macht. Das lässt sie leicht oxidieren und es entstehen sogenannte freie Radikale. In unserem Körper können diese empfindlichen mehrfach ungesättigten Fettsäuren Entzündungsreaktionen auslösen. In der Folge kann das Gesundheitsbeschwerden wie Herzerkrankungen und Gewebeschäden (z. B. Arterienverkalkung) hervorrufen.

Öle können aus drei verschiedenen Fettsäuren bestehen, die mehr oder weniger stabil gegen Hitze und Licht sind. Beginnen wir mit den empfindlichsten und dadurch auch beim Kochen ohne Kohlenhydrate gefährlichsten Fettsäuren.

 

1. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Dazu gehören z. B. die Linolsäure (Omega-6-Fettsäure) und Linolensäure (Omega-3-Fettsäure). Sie sind für Ihren Körper lebensnotwendig, da er sie selbst nicht herstellen kann. Sie kommen viel Distel-, Lein-, Maiskeim-, Sonnenblumen-, Weizenkeim- und Rapsöl und daraus hergestellte Pflanzenöle vor.

2. Einfach ungesättigte Fettsäuren

Diese Fettsäuren sind besonders wertvoll für Ihren Körper, weil sie sich günstig auf Ihre Blutfette und das Herz-Kreislauf-System auswirken. Eine gute Quelle ist z. B. das Olivenöl.

3. Gesättigte Fettsäuren

Man sagt, dass sie sich ungünstig auf die Blutfettwerte auswirken und besonders das schädliche LDL-Cholesterin erhöhen. Natürliche gesättigte Fettsäuren kommen vor allem in Butter, Kokosöl, Palmöl und Palmkernöl vor.

ABER! Wir verraten dir, was die meisten so genannten Gesundheitsexperten niemals sagen würden.

 

Vermeide die falschen Öle, die deine Gesundheit ruinieren

Zum Kochen und starken Erhitzen empfehlen wir hier ausdrücklich Öle mit einem hohen Gehalt an natürlichen gesättigten Fettsäuren. WARUM? Diese Fette sind sehr viel stabiler gegenüber Hitze und Licht und lösen im Körper deshalb auch weniger Entzündungsreaktionen aus, als die Öle mit einem hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Übrigens sollte man bei den ungesättigten Fettsäuren auf ein ausgewogenes Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren achten, denn die Omega-3-Fettsäuren dämpfen die schädliche Wirkung der Omega-6-Fettsäuren.

 

Öle für die heiße Küche: Butter, Kokosöl, Palmöl enthalten wenige ungesättigte Fettsäuren. Zum Braten und Backen geeignet.

Öle für die warme Küche: Olivenöl (extra virgine, kaltgepresst) kann bei mäßiger Hitze gut verwendet werden. Olivenöl enthält überwiegend einfach ungesättigte Fettsäuren (bis zu 85 %), die relativ stabil sind. Auch Rapsöl (kaltgepresst) kann bei mäßige nicht zu langer Hitzeeinwirkung verwendet werden.

Öle für die kalte Küche: Hier können Öle mit vielen mehrfach ungesättigte Fettsäuren benutzt werden, aber auch das Olivenöl. Das sind: Sonnenblumenöl, Rapsöl, Distelöl (auch Saflor genannt), Leinöl (sehr gute Quelle für Omega-3-Fettsäuren, ist aber gewöhnungsbedürftig), Maiskeimöl, Erdnussöl.

Was du noch tun kannst, um diese schädlichen Reaktionen zu verhindern?

Achte darauf, dass die Öle sehr schonend hergestellt werden (z. B. kaltgepresst)

Vermeide Produkte mit gehärteten Fetten, denn hier können Transfettsäuren enthalten sein, die die Blutgefäße schädigen können.

Eine hervorragende Quelle für natürliche gesunde Fette sind natürlich aufgewachsene Fische aus kalten Gewässern (z. B. Hering, Lachs, Makrele)

Auch Nüsse sind eine hervorragende Quelle für natürliche und gesunde Fette.

Achte auf ein gutes Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren

Bei allen guten Eigenschaften unserer empfohlenen Öle darf man den Kaloriengehalt der Öle nicht vergessen. Öle, auch die hier genannten, sind sehr kalorienreich und wer abnehmen will, sollte sie sparsam verwenden. Denn die oberste Regel lautet weiterhin: Kaloriendefizit!

 

Viele Grüße

 

Stevka und Diana

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2 comments

  1. Hallo, Ihr Lieben
    Ich habe in Euren Beitrag das Walnussöl vermisst
    Was empfehlt Ihr da? Das ist doch mit eines der gesündesten Öle, oder täusche ich mich da ????

    • Hallo Sibylle!
      Vielen Dank für Deinen Kommentar. Nein Du täuschst dich nicht. Walnussöl ist tatsächlich ein gesundes Öl für die kalte Küche, denn es enthält viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren (bis zu 69 %) und viele Omega-3-Fettsäuren. ABER: Im Gegensatz zu Olivenöl (nur bis zu 15 % mehrfach ungesättigte Fettsäuren) sollte es, 1. aufgrund seines niedrigen Rauchpunktes von 130-160 ° und 2. aufgrund des hohen Gehaltes an mehrfach ungesättigten Fettsäuren nicht erhitzt oder zum Fritieren benutzt werden.

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